Der gleiche Glaube, das gleiche Ideal
Jahresversammlung der italienischen Passionsspielgruppen in Tiriolo (Catanzaro - Kalabrien)
Am 5. Oktober 2019 hat die 15. Jahresversammlung der italienischen Passionsspielgruppen  in Tiriolo stattgefunden.  Anwesend waren folgende Passionsspielgruppen: Barile (Potenza), Caltanissetta (2), Cianciana (Agrigento), Bitonto (Bari), Ciconicco (Udine), Loreto (Ancona), Nettuno (Roma), Oria (Brindisi), Sezze (Latina), Sordevolo (Biella), Torre Santa Susanna (Brindisi), insgesamt etwa einhundert Teilnehmer.



 Am Vormittag wurde an der Universität "Magna Graecia” in Catanzaro eine Konferenz unter dem Titel "Passionspiele in Italien und Europa. Schutz und Aufwertung des immateriellen Kulturerbes abgehalten.”



Bei der Jahresversammlung am Nachmittag haben der Bürgermeister von Tiriolo, Stefano Greco, und der Bürgermeister von Caltanissetta, Roberto Gambino, sowie der Generalsekretär der Europassion Josef Lang Grußworte gesprochen. Herr Lang hat dabei die Bedeutung der Passionsspiele betont, da sie die Botschaft des Evangeliums am Leben erhalten sowie den Frieden fördern.
Danach wurde das Wort an Hermann-Josef Christen gegeben. Er konzentrierte sich auf die Enzyklika vom Papst Franziskus "Laudato Si" und forderte alle auf, diese Botschaft gemeinsam mit der Botschaft Christi zu verkünden. Anschließend hat Franz Miehl organisatorische Aspekte der Europassion erläutert.


Herr Flavio Sialino, Vorsitzender der "Europassione per l’Italia", hat dann über die Jahre 2018 und 2019 ein Rückblick gegeben. Dabei hat er sich insbesondere auf den UNESCO-Prozess und auf die am 30. März 2019 in Matera stattgefundene Via Crucis konzentriert.
In seiner Rede wurden die Stärken und Schwächen des italienischen Landesverbandes "Europassione per l’Italia" aufgezeigt und auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Inhalte und Ziele der vor 15. Jahren geschriebenen Satzung zu überdenken.
Um die Passionsspiele und die Via Crucis zu fördern und aufzuwerten, um das Wort Christi auf der kulturelle Ebene zu vertiefen, sowie die Rolle der engagierten Gemeinschaften hervorzuheben, wurde eine Versammlung für das Jahr 2020 angekündigt.
Bei dieser zukünftigen Begegnung werden alle italienischen Passionsspielgruppen gebeten, nach ihren Erfahrungen einen Beitrag zu leisten, damit ein Programm mit den zukünftigen Inhalten und Zielen ausgearbeitet werden kann.

Herzlichen Dank an unsere Freunde aus Tiriolo, insbesondere an den Präsidenten, Antonio Grembiale, und an den Vize-Präsidenten, Giuseppe Puccio für den wunderbaren Empfang und für die schöne Zeit in Tiriolo.

 
Österreichpassion 2019 in Erl
Beim diesjährigen Treffen der österreichischen Passionsspielorte waren die Vertreter von 8 österreichischen Passionsspielorten, die Vorstandsmitglieder der Europassion sowie die Vertreter von vier deutschen Passionsspielorten zu Gast in Erl.
Im Rahmen der freundschaftlichen Begegnung wurde am Freitagabend eine Veranstaltung der "Erler Tanzlmusi" im Festspielhaus besucht. Am Samstag stand eine Führung durch das Erler Festspielhaus und der Besuch des Passionsspiels im Passionsspielhaus auf dem Programm. Mit einem Gottesdienst am Sonntagvormittag endete das kameradschaftliche Zusammentreffen.
 
Der neue Vorstand der Europassion


Während des Kongresses der Europassion 2019 in Tullins (Frankreich) wurde der neue Vorstand der Europassion vorgestellt.
Im Bild von links nach rechts:

Aleksander Igličar aus Škofja Loka in Slowenien - kooptiertes Mitglied;
Flavio Sialino aus Ciconicco in Italien – Ländervertreter für Italien und Schweiz ;
Thomas Hummel aus Bad Soden-Salmünster in Deutschland – Ländervertreter für Deutschland und Polen ;            
Andreja Megušar aus Škofja Loka in Slowenien – Ländervertreterin für Slowenien und Kroatien ;
Jordi Ros i Mas aus Esparreguera in Spanien – Ländervertreter für Spanien;
Peter Paar aus Tegelen, Niederlande - kooptiertes Mitglied;
Josef Lang aus Auersmacher in Deutschland - Generalsekretär;
Wolfgang Miehl aus St. Margarethen im Burgenland, Österreich - kooptiertes Mitglied,
Lex Houba aus Tegelen, Niederlande – Kassierer, Ländervertreter für die Niederlande, Großbritannien und Flandern (BE);
Hermann-Josef Christen aus Schönberg in Belgien – Schriftführer;
Franz Miehl aus St. Margarethen im Burgenland, Österreich – Ländervertreter für Österreich, Tschechien, Ungarn, Rumänien ;

Nicht am Bild: André Pesleut aus Ligny in Belgien) - Öffentlichkeitsarbeit, Ländervertreter für Frankreich, Wallonien (BE) und Portugal.
 
EUROPASSION in TULLINS (Frankreich) 9. - 12. Mai 2019

Zum diesjährigen Europassionstreffen in Tullins in Frankreich sind 33 Passionsspielgruppen aus 13 Ländern Europas mit 170 Teilnehmern angereist. Einen Bildbericht von der Begegnung finden Sie unter
Passionsspiele Erl 26. 5. -5. 10. 2019

Die Passionsspiele Erl reichen bis in das Jahr 1613 zurück und sind somit die ältesten im deutschen Sprachraum.
Nach den Glaubenskämpfen der Reformationszeit des 16. Jahrhunderts sind sie in Dankbarkeit für Gottes Schutz und Hilfe vor Krankheit, Pest und Kriegsgefahr aufgeführt worden und haben sich inzwischen über 400 Jahre erhalten.
Gespielt wird in einem eigens errichteten Passionsspielhausmit seiner einzigartigen Architektur und Akustik, welches im Jahre 2019 seinen 60. Geburtstag feiert.


Alle sechs Jahre beteiligen sich rund 600 Laiendarsteller der 1450 Einwohner der Gemeinde Erl aktiv am Passionsspiel.
Charakteristisch für das Erler Spiel ist eine ausgeprägte Szenengestaltung des Kreuzweges, ein aktueller und moderner Text, stimmungsreiches Lichtdesign sowie eine eigens komponierte Passionsmusik, live präsentiert von Chor und Orchester.

 
Vom 16. bis 17. Februar 2019 werden wir das Theater verlassen und die Passion auf die Straße bringen. Wir laden Sie ein zu kommen und, wenn Sie es wünschen, können Sie auch eine Szene Ihrer Passion auf den Straßen von Esparreguera darstellen.


Europassion in Budaörs (Ungarn) vom 31. 5. bis 3. 6. 2018

Zum diesjährigen Europassionstreffen in Budaörs sind 40 Passionsspielgruppen aus 13 Ländern Europas mit 297 Teilnehmern angereist. Einen Bildbericht von der Begegnung finden Sie unter 
Passionsspieler aus 4 Ländern zu Besuch bei der Kemnather Passion 2018
Der Austausch und das Kennenlernen von Passionsspielern aus Deutschland und Europa, stand im Mittelpunkt des deutschsprachigen Europassionstreffens in Kemnath. Der Einladung zum deutschsprachigen Europassionstreffen waren 17 Gruppen gefolgt. Georg Besold, der Vorsitzende des Laien- und Passionsspielvereins, hieß die rund 120 Gäste aus Belgien, den Niederlanden, Österreich und aus Deutschland willkommen. Besonders freute es ihn, dass mit dem Generalsekretär Josef Lang, dem Finanzchef Lex Houba, dem Schriftführer Hermann Josef Christen und den zuständigen Ländervertretern Franz Miehl und Thomas Hummel fast der komplette Vorstand der Europassion gekommen war.



Spielleiter Thomas Linkel und Bürgermeister Werner Nickl freuten sich in Ihren Grußworten über die zahlreichen Gäste und gaben Informationen zur Stadt Kemnath, zur Geschichte der Kemnather Passion und natürlich zur aktuellen Darstellung. Stolz beschrieben beide die enge Gemeinschaft und das gute Miteinander der Kemnather Passionsfamilie. Ausserdem, so Linkel, mache "es Spaß vor Freunden die Passion zu spielen".

In unserer Welt, die leider viel zu oft von Krieg, Terror und Flucht geprägt ist, dankte Generalsekretär Josef Lang allen Passionsspielern für ihr ehrenamtliches Engagement. Es sei wichtig, die Botschaft Jesu in die Welt zu tragen und das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe umzusetzen.

Die Teilnehmer waren erstaunt über das große Buffet mit über vierzig verschiedenen pikanten und süßen Häppchen, die die Kemnather Mitwirkenden für Ihre Gäste zubereitet hatten. Gut gestärkt machte sich die Teilnehmer auf den Weg ins Bayreuther Festspielhaus und lauschten dort interessiert der exklusiven Führung.

Am Abend stand dann der Höhepunkt, der Besuch der Kemnather Passion, auf dem Programm. Tief bewegt und voller Lob wurde hinterher in geselliger Runde "gefachsimpelt" und so die gewonnenen Eindrücke verarbeitet und besprochen.

Den Abschluss der Begegnung bildete am Sonntag Vormittag ein vom Passionschor und von Mitwirkenden gestalteter eindrucksvoller Palmsonntaggottesdienst in der Kemnather Pfarrkirche.
 
Jugendpassion Feldkirchen bei Graz
  

    

Feldkirchen bei Graz zählt zu den bedeutendsten Passionsspielorten in Österreich. Seit 2015 gibt es auch eine eigene Jugendpassion unter dem Titel "Emmaus" mit wechselnden Besetzungen im Programm. Die rund 20 jungen Spielerinnen und Spieler im Alter zwischen 13 und 30 Jahren agieren aber nicht in historischen Kostümen sondern im Alltagsgewand der heutigen Zeit mit Laptop und Mobiltelefon. Darüber hinaus wird so manche Rolle nicht, wie von der Bibel gewohnt, von Männern sondern von jungen Frauen gespielt. Und wäre Jesus heute zu uns in die Welt gekommen, würde er vielleicht auch ein Tattoo tragen. Als "roter Faden" dient die Wanderung der Jünger nach Emmaus, die in Rückblenden das Geschehen nochmals erlebbar machen. Der Ausgang ist bekannt, Jesus wird gekreuzigt und dennoch erfüllt die Besucher ein Schaudern, so hautnah wird das Leiden und Sterben Christi erlebt. Gespielt wird nämlich auf einem kleinen Podium mitten unter den Zuschauern. Wozu also ein neues Passionsspiel? Haben die Feldkirchner nicht mehr genug mit ihrem alle drei Jahre stattfindenden großen Passionsspiel? Vor allem zwei Überlegungen haben uns zu dieser Eigenproduktion bewogen: Einerseits sollten Jugendliche Spielerfahrung sammeln, anderseits sollte das Spiel auch ein jüngeres Publikum ansprechen, was natürlich durch die viel kürzere Spieldauer von nur rund einer Stunde, dem Einsatz einer zeitgemäßen Sprache und der ungekünstelten Darstellung durch junge Menschen wie Du und Ich erreicht wird.
2018 fand die dritte Spielsaison mit Gastspielen in Kreglach (Steiermark), Kirchschlag (Niederösterreich), St. Margarethen (Burgenland), Stift Rein (Steiermark), Heilbrunn (Steiermark) und Feldkirchen.
 
Passionsspiele in Katalonien - Präsentation der Saison 2018
     

Am 24. Februar fand im Saal der Klosterfassade von Montserrat die Pressekonferenz zur Präsentation der Passionszeit 2018 in Katalonien statt. Die acht katalanischen Passionen, die Teil der katalanischen Föderation sind, informierten über die neuen Änderungen für die Saison.
Spieltermin siehe im Register Aufführungen
Premiere der Passionsspiele Salmünster ein voller Erfolg
Am 17.Februar fand in der Pfarrkirche St. Peter und Paul die Premiere der 15. Passionsspiele in Salmünster statt. Die komplett ausverkaufte erste Aufführung war ein voller Erfolg für den Verein.
Nach dem offiziellen Empfang, an dem rund 150 Ehrengäste teilnahmen – darunter der Schirmherr S.E. Nuntius Eterović, - begann um 16.30 Uhr das Pontifikalamt in der barocken Kirche. Den Gottesdienst hielt zur großen Ehre des Vereins der apostolische Botschafter des Heiligen Stuhls, Nuntius Dr. Nikola Eterović.
Pünktlich um 19.00 Uhr begann dann die erste Passions-Aufführung nach rund vier Jahren Spielpause. Die drei Stunden, inklusive einer halbstündigen Pause, standen unter dem Motto "Glaubt. Handelt.". Die Zuschauer verfolgten gespannt die Inszenierung der Leiden Jesu auf seiner letzten Reise, den Zwiespälten, die er dabei in seinen Mitreisenden auslöste, und den Glauben in seinen Vater, den er schlussendlich in all seinen Anhängern stärkte.

Unter den Zuschauern waren auch viele weit angereiste Passionsspielfreunde aus anderen Passionsspielorten. Über den Dachverband der Europassion waren Freunde des Vereins aus Belgien, den Niederlanden, Katalonien, Österreich und Deutschland angereist.
Abschließend feierten die Salmünsterer zusammen mit den angereisten PassionsspielerInnen die gelungene Premiere im Spessart Forum.
 
Europassion 2017 in Kecskemét (Ungarn) 08.06. - 11.06.2017
Der 33. Internationale Kongress der Europassion hatte als Schwerpunkt die Erinnerung an das 500-Jahr Jubiläum der Reformation. Weiters standen Besichtigungen in der Großen Ungarischen Tiefebene und in der Stadt Kecskemét am Programm. Kecskemet ist mit 110.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Ungarns und liegt 80 km südlich von Budapest.

Das Theater József Katona von Kecskemét hat sich zur Aufgabe gemacht, die Passion Jesu Christi auf einer Freilichtbühne zu präsentieren. Das Außergewöhnliche der Aufführung in Kecskemét ist, dass die Passion aus dem Aspekt der ungarischen Pauliner zur Schau gestellt wird.
Treffen europäischer Passionsspielorte in St. Margarethen (AT)
Vom 15. - 17.Juli 2016 trafen sich über 100 Passionsspieler aus 25 Passionsspielorten in St. Margarethen. Die Teilnehmer kamen aus Belgien, Niederlande, Deutschland, Tschechien, Ungarn und Österreich. Das Treffen begann am Freitagabend bei einem gemütlichen Beisammensein mit einem Heimatabend.

Samstag Vormittag standen Führungen im Römersteinbruch St. Margarethen und beim "Tor der Freiheit" am Programm. Beim "Tor der Freiheit" wurden die Teilnehmer vom damals diensthabenden ungarischen Offizier Bella Árpád über die Geschehnisse von 1989 (Flucht von über 600 Ostdeutschen bei St. Margarethen, Fall der Berliner Mauer, …) informiert.

Der Höhepunkt der freundschaftlichen Begegnung war der gemeinsame Besuch des Passionsspiels. Danach gab es in der Musikhalle einen Empfang für alle Mitwirkenden und Gästen des Treffens. Mit einer Festmesse in der Pfarrkirche, die vom Chor und Orchester der Passionsspiele feierlich gestaltet wurde, endete die Begegnung am Sonntag.